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Zirkumpolare Strömung

Mit dem Begriff der zirkumpolare Strömung ist die im zeitlichen Mittel erkennbare, vorherrschend zonale, einmal komplett um den jeweiligen Pol herumreichende Strömung in der Troposphäre gemeint (der Stratosphärenwirbel sei hier nicht näher betrachtet).

Wichtig ist hierbei, dass ein Stromlinienbild, also ein Schnappschuss des Strömungsfeldes zu einem bestimmten Zeitpunkt, durchaus eine nicht in sich geschlossene zirkumpolare Strömung aufweisen kann. Meist zeigt ein Stromlinienbild sehr viele mehr oder weniger stark entwickelte Wellenstörungen und Zyklonen unterschiedlicher räumlicher Skala. Erst im zeitlichen Mittel werden die vielen kleinräumigen Störungen herausgemittelt und eine geschlossene zirkumpolare Strömung wird erkennbar.

Doch auch im zeitlichen Mittel ist die zirkumpolare Strömung vor allem auf der Nordhalbkugel nicht exakt zonal ausgerichtet, sondern weist 3 großräumliche Wellen auf. Die Ursache hierfür ist die Land-See-Verteilung auf der Nordhalbkugel. Im Lee der großen, nord-süd-verlaufenden Gebirgszüge bilden sich markante Leetröge aus, die auch im zeitlichen Mittel nicht herausgefiltert werden. Auf der Südhalbkugel ist die zirkumpolare Strömung wg. der fehlenden Landmassen und Gebirgszüge hingegen deutlich zonaler.


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