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Vereisung

Der Begriff Vereisung spielt vor allem in der Flugmeteorologie eine große Rolle. Herbei geht es darum, wie stark ein Flugzeug bei Durchfliegen eines Gebietes mit Wolken und unterkühlten Wassertröpfchen vereisen und damit seine speziellen aerodynamischen Eigenschaften verlieren kann.

Die Art des Eisansatzes hängt von mehreren Faktoren ab. Zu nennen ist hier die Temperatur, die Geschwindigkeit des Flugzeugs, die Profilform des vereisten Flugzeugteils sowie vor allem die Tröpfchengröße der unterkühlten Tröpfchen. Besonders große Wassertröpfchen verursachen das sehr gefährliche und meist rasch wachsende Klareis, während kleinere Tröpfchen und Wolkentröpfchen eher zu allmählichem Rauheisansatz führen.

Moderne Verkehrsflugzeuge besitzen sehr effektive Enteisungsanlagen. Zusammen mit der vorbeugenden meteorologischen Vorhersage von Vereisungsschichten und -gebieten kommen extreme Vereisungen, die die Gefahr eines Flugzeugabsturz mit sich bringen, heute nur noch sehr selten vor.

Landeanflug auf Frankfurt am Main
Landeanflug auf den Flughafen Frankfurt am Main - auch die größten Flugzeuge können auf ihren meist einige tausend Kilometer langen Flügen durch regional starke Klareisbildung in Gefahr geraten.
Bild © Dipl. Met. Björn Beyer


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