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Omegagleichung
Die theoretische Meteorologie liefert mit der Herleitung der Omegagleichung eine wichtige Beziehung
zwischen der vertikalen Änderung der Vorticityadvektion, derhorizontalen Verteilung der
Schichtdicken- bzw. Temperaturadvektion und demVertikalwind.
Es handelt sich um eine diagnostische Gleichung zur Bestimmung des Vertikalwindes in einem Gebiet.
Der Name Omegagleichung rührt von der Größe Omega her, mit der im p-Koordinatensystem die
Vertikalgeschwindigkeit bezeichnet wird.
Eine exakte numerische Lösung der Omegagleichung ist schwierig und nur näherungsweise möglich. In der
Praxis ist man aber meist auch nur daran interessiert, die Gebiete zu identifizieren, in denen großräumiges
Aufsteigen und wo großräumiges Absinken herrscht. Dies ist augrund der Omegagleichung möglich, denn
Gebiete mit Aufsteigen in einem Niveau N liegen vor, wenn:
- in einem Gebiet eine mit der Höhe zunehmende positive Vorticityadvektion unterhalb der Nievaus N vorliegt und gleichzeitig
unterhalb des Niveaus N Warmluftadvektion herrscht (= positive Schichtdickenadvektion im Niveau N).
- Wenn einer der beiden genannten Anteile größer als der andere ist und somit das Vorzeichen der
Vertikalgeschwindigkeit Omega bestimmt (ein negatives (!) Omega bedeutet Aufsteigen).
Anderenfalls herrscht kein Aufsteigen bzw. Absinken in dem betreffenden Gebiet vor.
Praktisches Beispiel: Bei einer jungen, entwicklungsfähigen Mittelbreitenzyklone erwartet man auf der Vorderseite (Ostseite)
ein verstärktes Aufsteigen durch das Aufgleiten der Warmluft auf die vorgelagerte kühlere Luft. Dieses Aufsteigen
geht meist mit Wolkenbildung und Niederschlägen einher.
Es wäre daher schön herauszufinden, wie stark
das Aufsteigen bei einer gegebenen Zyklone ist.
Wegen der Omegagleichung geht man dann her und
bedient sich der Vorticityadvektionskarten
und der Schichtdickenadvektionskarten aus einem mittleren Nievau (z.B. 500 hPa bzw. 5,5 Kilometer Höhe) und wertet
diese Karten im Hinblick auf die Aussage der Omegagleichung qualitativ aus, d.h. man sucht besonders nach Regionen
auf der Vorderseite einer Zyklone, in denen Warmluftadvektion herrscht und schaut sich dann die Vorticityadvektion
in diesem Gebiet an. Beobachtet man in dem betreffenden Gebiet eine starke Zunahme der positiven
Vorticityadvektion mit er Höhe, so kann man wg. der Omegagleichung auf eine
starke Hebung und Wolken- bzw. Niederschlagsbildung sowie auf eine dynamische Zyklonenentwicklung schließen.
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