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Model Output Statistics (MOS)
Model Output Statistics (Abkürzung: MOS) ist ein in den USA entwickelter
statistischer Ansatz, aus (vorhersagten)
Parameterfeldern der (globalen oder regionalen) Wettervorhersagemodelle
auf das Wetter an einem beliebigen Ort (innerhalb
des Modellgebietes) zu schließen. MOS soll die Lücke zwischen den von
den Modellen gelieferten Feldverteilungen einzelner Modellprediktoren und
dem "Wetter vor Ort" auf objektive Weise schließen.
Grundlage eines MOS-Verfahrens sind lineare Regeressionsgleichungen, mit Hilfe derer durch
bestimmte Algorithmen basierend auf möglichst vollständigen und hinreichend
langen Messwertreihen der gewünschten Größen am Zielort (=> Prediktanden) systematisch alle
Modellparameter (=> Prediktoren) herausgefiltert werden, die einen "signifikanten"
Einfluss auf das Wettergeschehen am Zielort haben. Für die Ermittlung der Signifikanzschwelle
gibt es dabei ebenfalls objektive Kriterien.
Das MOS-Verfahren liefert für unterschiedliche Zielorte jeweils eigene Regressionsgleichungen, die
insbesondere von der Jahreszeit und vom verwendeten Modell abhängen. Eine Schwäche der MOS-Verfahren
besteht in ihrer trägen Reaktion auf Modell(-output-)änderungen, da das MOS-System immer erst
eine bestimmte Einschwingzeit benötigt, bevor es auf diese Änderungen reagieren kann.
Dennoch werden MOS-Verfahren inzwischen auch in Europa mit Erfolg eingesetzt.
Für kommerzielle Wetterprovider und auch für den Deutschen Wetterdienst bilden
eigenständig optimierte MOS Verfahren die Basis für die Erstellung
besserer Punktprognosen gegenüber der Konkurrenz. Zu Kontrollzwecken werden gelegentlich
auch die Vorhersagen mehrerer MOS-Systeme gemischt. Dann spricht man von einem MOS-MIX, was
einer Art Ensembleprognose entspricht.
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