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Magnusformel

Die Magnus-Formel ist eine 1844 von H. G. Magnus abgeleitete Formel zur Berechnung des Sättigungsdampfdruckes der Luft über einer ebenen Wasserfläche bei einer gegebenen Temperatur. Dei Magnus-Formel ist eine rein empirische (d.h. auf Messwerten basierende) Beziehung, die jedoch auch durch theoretische Ableitungen, ausgehend von der Clausius-Clapeyron-Gleichung, bestätigt werden kann.

Die Magnus-Formel zeigt, dass der Sättigungsdampfdruck von der Temperatur exponentiell abhängt, d.h. der Sättigungsdampfdruck steigt mit zunehmender Temperatur zunächst allmählich, dann aber immer schneller an.

In Formelsprache sieht die Magnus-Formel folgendermassen aus:

E(T) = E0(T) * 10 [ 7.5*(T/(235.0+T) ], mit

E0(T) = E(T=0) = 611 Pa

Dabei ist E(T) der Sättigungsdampfdruck bei der Temperatur T (in Grad Celsius).

Diese Beziehung liefert insbesondere die Begründung dafür, warum die absoluten Niederschlagsmengen im Sommer über Deutschland trotzt seltenerer Niederschlagsereignisse dennoch teils höher ist als in den viel stärker von Tiefdruckgebieten beeinflussten kalten Wintermonaten. => Der Niederschlag kann also im Sommer bei hohen Temperaturen viel ergiebiger sein (z.B. bei Gewittern).

Ein tropischer Gewitterschauer sorgt bei schwülheißen Temperaturen lokal für hohe Regenmengen
Ein tropischer Gewitterschauer sorgt bei schwülheißen Temperaturen lokal für hohe Regenmengen.
Foto: Dipl. Met. Björn Beyer


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