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Hurrikan
Mit Hurrikan (engl. hurricane) bezeichnet man die atlantischen Vertreter
der tropischen Wirbelstürme. Für die Bildung von Hurricanes muß die Wassertemperatur mindestens
27°C erreichen. Hurricanes entstehen meist aus instabilen sog. äquatorialen easterly waves, die sich
westwärts als Regionen vermehrter konvektiver Umlagerungen (cloud cluster) über den
Atlantik bewegen.
Hurricanes haben eine horizontale Erstreckung von einigen hundert Kilometern.
Sie können Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h im 10-Minutenmittel aufweisen und
Kerndrücke von unter 900 hPa sind durchaus möglich. Typisches Merkmal eines
voll ausgebildeten Hurricanes ist sein Auge, eine etwa 20 bis 50 Kilometer
breite, kreisförmige wolkenfreie/wolkenarme und windschwache Zone
im Zentrum des Wirbelsturms.
Der Rand des Auges wird von den mächtigsten Cumulonimben des gesamten
Wirbelsturms gebildet. Befindet man sich im Auge des Hurricanes, so ist man
ringsum von mächtigen, Wolkenwänden umkreist (sog. eye-wall). Die höchsten Windgeschwindigkeiten treten
ebenfalls in diesen Cumulonimben auf.
Die Existenz eines Hurricanes erfordert neben der hohen Meeresoberflächentemperatur die
ständige Zufuhr von Feuchte in tiefen Schichten (Inflow) sowie eine geringe Bodenreibung. Daher schwächen sich Hurricnaes,
sobald sie auf Land treten (landfall) meist rasch ab. Die küstennahen Gebieten bekommen meist jedoch noch die
zerstörerischen Kräfte der hohen Windgeschwindigkeiten voll zu spüren.
Ein sehr bekannter, da auch sehr heftiger Wirbelsturm ist Hurricane Andrew,
der am 24.8.1992 als bisher verheerenster Wirbelsturm auf die Küste Floridas bei Miami traf und
enormen Sachschaden anrichtete. Er erreichte zeitweilig mittlere Windgeschwindigkeiten
von mehr als 250 km/h, einzelne Böenspitzen waren mehr als 300 km/h schnell.
Auf dem folgenden Bild sehen Sie die reihenartig angeordneten Cumulonimben eines der äußeren Spiralbänder von
Hurricane George, der im September 1998 über die Florida Keys hinwegzog.
Bild: Dipl. Met. Björn Beyer, September 1998, Miami, Florida
Hurricane Isabel nördlich von Puerto Rico am 14.09.2003, 17:55 UTC. Deutlich ist die aufgelockerte bewölkung im Auge des Tropensturms zu erkennen.
Bild: Image courtesy of MODIS Rapid Response Project at NASA/GSFC
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