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Entrainment

Unter Entrainment versteht man in der Meteorologie das Miteinbeziehen von Umgebungsluft durch Verwirbelungseffekte im Randbereich von Konvektionswolken.

Das Entrainment führt in der Praxis stets zu einer Verminderung der Auftriebskräfte der Cumuluswolke, denn die Miteinbeziehung nicht gesättigter Umgebungsluft fürht dazu, daß im Randbereich der Wolke ein Teil der Wolkentröpfchen (Wolkenauflösung!) wieder verdunstet. Hinzu kommt, daß diese Verdunstungsprozesse noch mit einer Abkühlung durch Verdunstungskälte einhergehen, was die Auftriebskräfte zusätzlich reduziert.

Bei der Bildung von Luftmassengewittern kann man in der Praxis häufig beobachten, wie zunächst eine Konvektionswolke bis in mittlere Höhen vorstößt, dann jedoch aufgrund der Entrainmenteffekte an Auftriebskraft verliert und wieder zusammenfällt. Kurz darauf bildet sich erneut eine Konvektionswolke am selben Ort.

Diese zweite Entwicklung hat bessere Entwicklungschancen, da die erste Entwicklung dazu geführt hat, daß die Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft etwas angestiegen ist. In den Randbereichen der zweiten Entwicklung wird also nicht mehr so viel Wasser verdunsten, wodurch auch die Abkühlung nicht mehr so stark ist. Häufig beobachtet man, daß in kurzer Folge mehrere Entwicklungen in die Höhe schießen, aber erst die letzte wirklich zur Bildung eines Cumulonimbus, also einer hochreichenden Gewitterwolke, führt.


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