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Corioliskraft

Die Corioliskraft ist neben der Zentrifugalkraft die zweite Scheinkraft, die nur in rotierenden Bezugssystemen auftritt. Sie bewirkt auf der Nordhalbkugel eine Ablenkung bewegter Körper (und damit auch der Luft) nach rechts gegenüber der Bewegungsrichtung, auf der Südhalbkugel nach links.

Die Corioliskraft erreicht am Pol ihre stärksten Werte, am Äquator hingegen verschwindet sie. Ebenso ist ihre Stärke proportional zur Geschwindigkeit des sich bewegenden Körpers.

Der auf der großen Skala bedeutsame Anteil der Corioliskraft ist der horizontale Anteil. Er ergibt sich aus folgender formelmäßiger Beziehung:

Fchorizontal = - 2 Ω sin(φ) k x Vhorizontal

Dabei sind
  • Fchorizontal: Horizontalanteil der Corioliskraft
  • Ω: Winkelgeschwindigkeit der Erde
  • φ: geographische Breite
  • k: Der vertikale Einheitsvektor
  • Vhorizontal: Horizontalanteil des Windvektors

Für Überschlagsrechnungen kann man in mittleren Breiten - 2 Ω sin(φ) = 10-4 / Sekunde ansetzen. Bei einer horizontalen Windstärke von 10 Meter pro Sekunde ergibt sich daraus für die Corioliskraft betragsmäßig der Wert 10-3 Meter/Sekunde2.


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