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Auslösetemperatur

Als Auslösetemperatur bezeichnet man diejenige Temperatur, die die Luft in 2 Meter Höhe über Grund (d.h. also am Boden im meteorologischen Sinne) erreichen muß, damit sie allein aufgrund ihrer geringeren Dichte (beim Aufstieg im Vergleich zur Umgebungsluft!!!) bis zum Kondensationsniveau aufsteigen kann. In diesem Falle spricht man vom Niveau der freien bzw. Cumuluskondensation. (verwandter Begriff: Hebungskondensation)

Die Auslösetemperatur ist von großer praktischer Bedeutung. Häufig existieren nämlich atmosphärische Schichtungen, die erst dann großflächig konvektiv instabil werden, wenn freie Kondensation einsetzt, d.h. also wenn am Erdboden die Auslösetemperatur erreicht wird. Man spricht dann von bedingter Labilität der Luftschichtung. Daher ist die Vorhersage der Auslösetemperatur z.B. für die Vorhersage von Gewitterbildungen ein wichtiger, aber natürlich nicht allein entscheidender Faktor.

Bei kräftigen Gewitterentwicklungen steigt die Luft in den Aufwindschloten nahezu adiabatisch auf
Flache Cumuluswolken signalisieren das Erreichen der Auslösetemperatur am Boden.
Foto: Björn Beyer


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